Pensionskasse Uri

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Leistungen (gültig ab 01. Januar 2018)

Die versicherten Leistungen stellen einen Lohnersatz dar. Deshalb werden die Leistungen als monatliche Rente ausbezahlt. Die Überweisung erfolgt jeweils in den ersten Tagen des Monats. Über die voraussichtliche Höhe der Renten bei unterschiedlichem Rücktrittsalter und den Stand des persönlichen Altersguthabens orientiert die PK Uri jährlich mittels des persönlichen Leistungsausweises. Die PK Uri kennt verschiedene Rentenarten. Es wird unterschieden zwischen den Risiken Alter, Invalidität und Todesfall.

AlterInvaliditätTodesfall

Altersrente

Ab Vollendung des 58. Altersjahres kann eine versicherte Person eine Altersrente beantragen, sofern das Arbeitsverhältnis beendet wird. Das zu diesem Zeitpunkt angesammelte Altersguthaben wird in eine Rente umgewandelt.

Mit Hilfe des Umwandlungssatzes, der sich nach dem Rücktrittsalter richtet, wird das Altersguthaben in eine Rente umgerechnet.

Beispiel Januar 2018: Das Altersguthaben im 62. Altersjahr beträgt CHF 500'000, der entsprechende Umwandlungssatz ist 5.58%. Dies ergibt eine Jahresrente von CHF 27'900 oder eine Monatsrente von CHF 2'325.00.

Teil-Altersrente

Ab Vollendung des 58. Altersjahres kann eine versicherte Person eine Teil-Altersrente beantragen, wenn sie ihren Beschäftigungsrad (im Einverständnis mit dem Arbeitgebenden) um mindestens 20%-Punkte herabsetzt.

Bei einer Teil-Altersrente wird das Altersguthaben im Verhältnis des Beschäftigungsgrades vor und nach der Herabsetzung geteilt. Der Teil, der auf der Herabsetzung des Beschäftigungsgrades beruht, wird mit dem altersabhängigen Umwandlungssatz in eine Rente umgewandelt. Der andere Teil wird wie bei einer vollerwerbstätigen versicherten Person als Altersguthaben-Konto weitergeführt. 

Überbrückungsrente

Die versicherte Person kann den Zeitpunkt der Alterspensionierung zwischen dem vollendeten 58. und dem vollendeten 65. Altersjahr selbst bestimmen. Auf Wunsch richtet die PK Uri bis zum Anspruch auf eine Rente der AHV eine Überbrückungsrente aus. Diese beträgt für ein Vollpensum 80% der maximalen AHV-Altersrente. Hat die versicherte Person Teilzeit gearbeitet, rechnet sich die Überbrückungsrente nach dem durchschnittlichen Beschäftigungsgrades der letzten 10 Versicherungsjahre.

Der Zeitpunkt des Bezugs einer freiwilligen Überbrückungsrente kann durch die versicherte Person einmalig festgelegt werden.

Die zwischen dem 58. und 62. Lebensjahr bezogene Überbrückungsrente sind von der versicherten Person voll – in Form einer lebenslänglichen Rentenkürzung ab dem ordentlichen AHV-Rentenalters - zurückzuzahlen.

Die Überbrückungsrente, welche ab dem 62. Altersjahr bezogen wird, ist zu 100% durch den Arbeitgebenden finanziert.

Kapitalbezug

Beim Übertritt in den Ruhestand kann bis maximal 50% des vorhandenen Altersguthabens in Form einer Kapitalauszahlung verlangt werden. Die Rente verringert sich entsprechend. Das unwiderrufliche Begehren (für Betrag oder Prozentsatz) für eine Kapitalabfindung muss der PK Uri bis spätestens drei Monate vor dem effektiven Altersrücktritt vorliegen.

Der teilweise Bezug der Altersrente als Kapitalabfindung wird mit einem Vorbezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung kumuliert. Dies bedeutet, das Total "Vorbezüge für Wohneigentumsförderung" (hochgerechnet mit gleichem Zinssatz, welcher für die Verzinsung des Altersguthaben angewandt wurde) sowie die "Kapitalabfindung anstelle einer Altersrente" darf zusammen maximal 50% betragen.

Für steuerliche Belange bei Kapitalbezügen ist die Steuerbehörde zuständig.

Invalidenrente

Anspruch auf Invalidenleistungen hat eine versicherte Person, die wegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit ganz oder teilweise erwerbsunfähig ist. Der Anspruch entsteht in der Regel, wenn die versicherte Person ununterbrochen 360 Tage erwerbsunfähig ist und das Rentenalter noch nicht erreicht hat. Invaliditätsgrad sowie Beginn, Veränderung und Ende des Anspruchs richten sich sinngemäss nach dem IVG.

Die Invalidenrente ist auf dem Leistungsausweis ersichtlich. Die PK Uri richtet entsprechend dem IV-Entscheid Viertel-, Halbe-, Dreiviertel- oder Vollrenten aus. Im Gegensatz zur IV kann die PK Uri Resterwerbstätigkeiten bei den zu entrichtenden Leistungen anrechnen. Das heisst, die IV zahlt ab einem Invaliditätsgrad von 70% eine volle Rente aus. Die PK Uri rechnet der IV-beziehenden Person das mögliche oder tatsächliche Resteinkommen bei der Rentenberechnung an. 

Urlaubsversicherung

Bezieht eine versicherte Person einen unbezahlten Urlaub von mindestens einem Monat, entfällt die Versicherungspflicht in der beruflichen Vorsorge. Somit besteht kein Versicherungsschutz mehr.

Mit dem Abschluss einer freiwilligen Risikoversicherung kann der bisherige Versicherungsschutz für die Risiken Tod und Invalidität während längstens zwei Jahren aufrecht zu erhalten. Die Prämie der Risikoversicherung beträgt 3% des versicherten Lohnes.

Wird keine Urlaubsversicherung abgeschlossen, so hat dies einen vorübergehenden Austritt aus der PK Uri zur Folge.

Siehe auch Merkblatt

Witwen-/Witwerrente

Die PK Uri richtet Witwen-/Witwerrenten aus. Anspruch darauf besteht, wenn der überlebende Ehegatte

  • für den Unterhalt mindestens eines Kindes oder Pflegekindes der verstorbenen Person oder eines eigenen Kindes oder Pflegekindes aufkommt,
  • zu mindestens 50% invalid ist (und Rente bezieht),

Falls keine der erwähnten Voraussetzungen erfüllt sind

  • sie / er das 45. Lebensjahr vollendet und die Ehe mindestens 5 Jahre gedauert hat.

Erfüllt der überlebende Ehegatte keine dieser Voraussetzungen, besteht ein Anspruch auf ein Todesfallkapital.

Nach dem Tod der versicherten Person ist der geschiedene dem überlebenden Ehegatten gleichgestellt, sofern diesem aus dem Scheidungsurteil ein Anspruch auf Unterhaltsleistungen zusteht. Im Gegensatz zum überlebenden Ehegatten muss die Ehe nicht fünf Jahre, sondern zehn Jahre gedauert haben.

Die Rente oder die Abfindung des geschiedenen Ehegatten wird gekürzt, soweit diese allein oder zusammen mit den Leistungen der übrigen Versicherungen, insbesondere der AHV und der IV, den im Scheidungsurteil zugesprochenen Anspruch übersteigt. Wurde der Unterhaltsanspruch zeitlich befristet, wird die Rente nur für die entsprechende Restdauer zugesprochen.

Todesfallkapital

Anspruchsberechtigte für das Todesfallkapital:

  1. Natürliche Personen, die von der versicherten Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, die mit diesem in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamen Kinder aufkommen muss;
  2. Kinder der versicherten Person;
  3. Eltern und Geschwister der versicherten Person.

Die Höhe des Todesfallkapitals entspricht 50% des im Todeszeitpunkt vorhandenen Altersguthabens.

Begünstigte nach Buchstabe a) müssen der PK Uri vor Eintritt des versicherten Ereignisses schriftlich mitgeteilt werden! Fehlt diese Meldung, besteht kein Anspruch auf ein Todesfallkapital für Personen gemäss Buchstabe a)!

Siehe auch Merkblatt 

Kinderrenten

Bezieht die versicherte Person eine Invalidenrente, hat sie für die Kinder oder Pflegekinder, für deren Unterhalt sie aufkommen muss, Anspruch auf eine Invaliden-Kinderrente. Bei Teilinvalidität hat die versicherte Person für jedes Kind Anspruch auf eine entsprechend abgestufte Invaliden-Kinderrente.

Im Falle des Ablebens der versicherten Person erhalten ihre Kinder oder Pflegekinder unter den nachgenannten Bedingungen eine Waisenrente.

Die Invaliden-Kinderrente und die Halbwaisenrente betragen 16 2/3 % der Alters- oder Invalidenrente. Vollwaisen erhalten den doppelten Betrag. Der Anspruch auf Invaliden-Kinder- oder Waisenrente dauert generell bis zur Vollendung des 18. Altersjahres, für Kinder in Ausbildung längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr. 

Die Alterskinderrenten nach BVG werden nur soweit ausgerichtet, als sie zusammen mit der BVG-Altersrente der rentenbeziehenden Person die reglementarischen Altersleistungen übersteigen.


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